Route Napoleon
Nach den zwei entspannten Tagen am Lac d‘ Annecy sind wir nach dem Frühstück aufgebrochen mit Ziel Apt. Zuerst müssen Hürden auf dem Campingplatz genommen werden im Form von Mitcampern die die Gass‘ versperren und einem Müllauto, welches vor der Ausfahrt den Altglascontainer leert. Murphy sage ich und verdrehe die Augen.

Ein Stück fahren wir noch am See entlang Richtung Albertville, und dann über Grenoble weiter nach Süden. Frank schleppt mich über diverse Gebirgspässe rauf und runter, bis die Bremsen qualmen, die Kupplung ächzt und der Motor jault. Kurve links, Kurve rechts im Freivierteltakt. Da auch die Straßen entsprechend ruckelig sind, ist an Schreiben im Blog nicht zu denken. Belohnt werden wir mit unglaublichen Panoramablicken, die uns fast ein wenig an Norwegen erinnern. Ab und an durchqueren wir ein hübsches Bergdörfchen und legen um 13 Uhr eine Mittagsrast ein. Während ich meinen Wechsel mache, essen wir von unserem Baguette bis wir satt sind.

Ab da geht eigentlich fast nur noch bergab und als wir das Städchen Gab erreichen, knacken wir die 30 Grad Grenze. Bei Sisteron sind es schon bei 33 Grad, in den nächsten Tagen soll es bis 40 Grad hoch gehen. Immer wieder am Straßenverlauf werden regionale Früchte angeboten. Kirschen, Erdbeeren, Äpfel, Nektarinen, Galia Melonen. Leider schaffen wir es nicht, rechtzeitig anzuhalten, so erreichen wir dann endlich gehen 18 Uhr unseren Campingplatz le Luberon, mit Pools und kleiner Terrasse zum Essen. Hier ist man schon voll auf die WM eingestimmt, überall sind Wimpelketten mit den Fahnen der teilnehmenden Nationen gespannt und auf einer großen Leinwand wird schon die Vorberichterstattung übertragen. Eigentlich wollte ich diese gesamte verdammte WM aus diversen Gründen komplett boykottieren.wemn wir aber heute Abend noch etwas essen wollen, müssen wir uns ja da vor die Leinwand setzen. Da können wir später sicher Senegal gehen Frankreich schauen. Wir bestellen uns Pizza, die gut ist, ich gehe schnell meinem letzten Wechsel machen und dann geht’s los. Leider verlieren die Senegalesen 3:1 das Spiel, was uns echt leid tat.

Nun sind wir heute also die Route Napoleon gefahren. Sie heißt deswegen so, weil Napoleon, von Elba kommend, über Cannes, Dignes, Sisteron und Gap nach Grenoble marschierte, ca. 330 Kilometer. Jedenfalls fanden wir es spannend, den Übergang von den Alpen zur Haute Provence so eindrücklich sehen zu können. Hier gibt’s für euch noch ein paar Schnappschüsse für euch:





Unser kleines, aber feines Gespann unter den ersten Zypressen

Penitents du Mees

Steinalte Platanenallee

Das erste Lavendelfeld, geknippst aus dem fahrenden Auto