Was sonst noch?
Spektakuläres gibt es in einer Woche zur Erholung zwar nicht zu berichten, aber ganz untätig waren wir doch nicht. Am Dienstag gab es einen Markt in der Nähe in Giens, wo wir mit den Mini-E-Bike hin sind. Ein schnelles, frühes Frühstück und dann los. Es war schon auf der Hinfahrt anstrengend und schon früh am Tag ziemlich warm. Trotzdem konnten wir auf dem Weg ein paar Impressionen einfangen.



Und auf dem Markt gab es auch wieder viele Dinge, die das Auge und den Gaumen erfreuen. Gekauft habe ich eine Flasche Erdbeer-Basilikum Sirup (ihr erinnert euch an das Eis in Annecy? Da fanden wir diese Geschmackskombination auch schon toll). Es gab sehr interessante Sirupkreationen an dem Stand, unter anderem Mohn, wovon ich aber abgesehen habe weil der Geschmack Richtung Veilchen gehen sollte und das ist nicht so mein Ding. Die Farbe war aber auch schon toll.

Ein paar grüne Oliven haben wir uns noch gegönnt, die ich aber mit 5,22 Euro für die handvoll überteuert fand. Wenigstens schmecken sie gut.

Die Auswahl an Tomaten ist unvergleichlich, vor allem die alten Sorten werden hier oft angebaut. Besonders angetan haben es uns die Schwarzen Tomaten, die ein unglaubliches Aroma mitbringen und leicht süßlich schmecken. Wir schneiden sie in dünne Scheiben und richten sie mit Olivenöl, Salz, Pfeffer, Knoblauch, ein paar Kräutern und einer Balsamico-Crene an.


Eigentlich könnte man über Tomaten einen eigenen Beitrag machen, gaben diese hier doch in der Regel einen viel intensiveren Geschmack und sind nicht vergleichbar mit diesen wässrigen, belgischen Gewächshaustomaten aus der Retorte die es bei uns zu kaufen gibt.


Besonders die Auswahl an alten Sorten finde ich bemerkenswert. Auch hier sind die Franzosen kleine Revoluzzer, die sich nicht von Monsanto und Co. vorschreiben lassen, was sie wie anzubauen haben. Und natürlich haben sie Recht.
Natürlich gibt auf den Märkten immer eine Vielzahl an regionalen Produkten, die Erzeuger sind häufig persönlich vor Ort. Ein paar Eindrücke habe ich euch noch mitgebracht, viel Spaß beim Schwelgen 😉


Als wir durch sind mit dem Markt, ist unsere Kleidung nicht weniger durch. Der Rückweg gestaltet sich übelst anstrengend, weil die kleinen Räder eigentlich für kürzere Strecken mit wenig Steigung geeignet sind. Gut für Städtetouren, weil sie auch in den Kofferraum passen und man nicht treten muss um zu fahren. Leider waren die Akkus nicht mehr ganz frisch, sodaß wir sicherheitshalber mit getreten haben. Also ich war ziemlich platt und ich glaube Frank auch. Da war der Tag eigentlich gelaufen und wir sind gepflegt dem Müßiggang gefolgt 😎
La Plage du Pellegrin
Einen Badetag haben wir uns Mittwochs organisiert. Nacheinschlägigem Studium von Google Maps fiel die Entscheidung auf den Privatstrand „Le plage du pellegrin“. Hier muss man bei der Einfahrt in den Zubringerweg 12 Euro bezahlen und kann dann den ganzen Tag dort verbringen. Es gibt wenn man früh genug anreist Schattenplätze fürs Auto und am Strand diverse Möglichkeiten, sich im Schatten unter Kiefern einzurichten.


Eine Strandbar ist ab Mittags in Betrieb und es gibt ein Restaurant, gehoben zumindest von den Preisen her. Eine Pizza für 16, 17 Euro finde ich schon stramm. Dafür läuft ein junger Mann tapfer mit einer kleinen Karre über den Strand und verkauft Beignets und Eis. Geschäftstüchtig wie er ist, hat er vorher jedem einen Flyer mit seinem Sortiment in die Hand gedrückt.

Der Strand ist ein Sandstrand, nur an der Brandungskante gibt es eine Zone mit kleinen Kieseln, die aber keine große Hürde darstellt. Da wir heute starken, auflandigen Wind verzeichnen, ist es entsprechend wellig und das Wasser trüb durch das Aufwirbeln der Schwebstoffe. Den Sonnenschirm versuchen wir vergeblich, den Wind entgegen zu setzen.
Drei Stunden später kommt die Sonne um unsere Kiefer rum und wir treten den Heimweg an. Durch kleine, bewaldete Sträßchen geht es Richtung Hyere und wir sehen etliche noble Weingüter an uns vorbei ziehen. Mit schön gestalteten Zufahrten und diskreten Schildern.


Mittlerweile ist es 16 Uhr und wir haben beide Hunger. In Ermangelung von Alternativen kaufen wir uns im Leclerc eine Packung Sushi, die wir uns auf dem Parkplatz teilen. Es dauert noch keine 10 Minuten, da signalisiert mir mein Körper, daß er mit dem Sushi nicht einverstanden ist und entledigt sich dessen auf dem gleichen Weg, wie es hinein gekommen ist. Ich hoffe, ich habe den Vorgang des Erbrechens so höflich umschrieben…Zeit, zu unserem Georgie zurück zu kehren und sich auszuruhen von den Strapazen bei 35 Grad.
So verbringen wir unsere letzten Tage, bevor wir morgen nach Lyon weiterziehen und dort einen von Franks Söhnen besuchen. Wir werden berichten!
Nachtrag. Was wäre ein letzter Abend am Meer ohne Sonnenuntergang? Um 20 Uhr sind wir nochmal ans Meer, ein letztes Mal schwimmen gewesen und sitzen auf den Felsen, als die Sonne den Horizont küsst. Bye bye, au revoir und auf Wiedersehen. Es war schön mit dir, Meer.