Bye bye Schweden

Bye bye Schweden

Nu isses so weit. Wir müssen auch der letzen Station unserer Reise adieu sagen. Nach fast 7000 Kilometern und sechs Wochen ist unsere Zeit in Skandinavien fast um. Gemütlich bauen wir ein vorletztes Mal unseren Georgie ab, packen den Bedarf für die Fähre zusammen und bummeln gemütlich die drei Stunden nach Göteborg. An für sich nichts Aufregendes, außer die übliche „Weißware“ und nach Verlassen des Naturparks auch keine besondere Landschaft mehr. Fast komplett hügellos und riesige landwirtschaftliche Flächen, zwischendrin Großfarmbetriebe. Was uns aber generell in Skandinavien un vermehrt auch in Schweden aufgefallen war, ist die ganz offensichtlich die Vorliebe der Menschen dort Amischlitten aus den 50er 60er Jahren. Die Straßenkreuzer, ihr wisst schon, diese riesigen geilen Karren in tollen Farben, mit viel Blech und noch mehr Form, manche mit Heckflossen aber alle totschick. Von denen sehen wir so viele wie nie zuvor in unserem Leben und erfreuen uns an dem Anblick und dem Sound.

Als wir fast genau um Punkt zum Boarding in Göteborg eintreffen und uns in die für uns vorgesehene Reihe einsortieren, trifft uns fast der Schlag. In den PKW Reihen neben uns stehen jede Menge von diesen Straßenkreuzern in allen möglichen Ausführungen, mindestens 10, 12 Stück wie wir sehen können. Aus einigen tönt 50er Jahre Musik, Rockabilly. Wir grinsen als es weiter geht und wir den Sound der Wagen hören. Blubbert ganz schön.

Später recherchiert Frank, daß es in der Nähe ein Treffen gegeben hatte, das „Power big meet“ in Linköping. Wenn wir das mal eher gewusst hätten, daß wäre toll gewesen, daß zu sehen!

Aber immerhin hatten wir hier noch das Vergnügen, auch was wert. So geballt das zu sehen. Herrlich. Und was für ein Zufall.

Wer mehr dazu lesen möchte, schaut gerne bei Wikipedia rein: https://en.wikipedia.org/wiki/Power_Big_Meet#%3A%7E%3Atext%3DPower_Big_Meet_%28sometimes_shortened%2Cfrom_all_over_the_world.?wprov=sfla1

Jedenfalls geht das Einchecken deutlich zügiger mit der Stena Line, sodaß wir schon kurz nach 16 Uhr unsere Kabine beziehen können. Ich hatte schon vor unserer Abreise im Tiveden einen Rucksack, meine Wärmetasche mit den benötigten Materialien, besonders Kabelbindern, immer wichtig, und einen Karton mit den 4 Beuteln für die Nacht vorbereitet. Alles binde ich mit Expandern auf eine kleine Klappkarre vom Aldi, damit ich nichts schleppen muss.

In der Kabine schaue gleich, wo ich mich (meine Beutel) aufhängen kann, dieses Mal muss die Gardinenstange dran glauben, wo ich auch direkt drunter sitzen kann und eine kleine Ablage habe. Und wieder eine tolle Aussicht.

Das Einzige was mir Sorgen bereitet, ist der Umstand, daß diese Schiffskabinen immer eine Zwangslüftung haben, da man die Fenster ja nicht öffnen kann. Über diesen Ventilator im der Decke wird dann auch die Heizung geregelt und man kann es nicht komplett aus schalten, nur wärmer oder kälter. Die einzige Chance die ich habe ist schnell zu sein beim An- und Abschließen und zu versuchen, mich weg zu drehen. Beides nicht so ideal denn ich will so wenig wie möglich das Risiko einer Verkeimung durch den Luftzug eingehen. So hofft man, daß alles gut geht und nichts passiert.

Keinesfalls wollen wir das Ablegen der Fähre in Göteborg verpassen und uns persönlich davon überzeugen, daß der Kapitän das auch gut macht und unter der Brücke drunter durch passt und gehen erst mal an Deck. Das Schiff hat 12 Decks, wir sind im 10. untergebracht mit direktem Zugang zum Sonnendeck. Dort wird schon fleissig Bier gezapft und live Musik präsentiert. Ein Großteil der Straßenkreuzerszene hat sich dort schon gütlich gehalten, das Bier geht weg wie warme Semmeln obwohl der 0,3 Liter Becher ca. 10 Euro kostet.

Beim Auslaufen aus dem Hafen vergnügen wir uns also erst mal an Deck und halten alles im Bild fest:

Erst müssen wir die Brücke passieren, und da ist gar nicht mehr so viel Luft Nach Oben wie man so schön sagt. Passt aber.

Als wir da durch sind (mein Vertrauen in das Können des Kapitäns wächst), kommen wir zuerst an einer Festungsinsel vorbei

Und dann an einem Leuchtturm mitten in den Schären.

Als wir auch die hinter uns gelassen haben, gibt es erst mal nicht so viel zu sehen, Zeit für meinen ersten Wechsel und das Abendessen. Wir entscheiden uns für das Büfett und bereuen das nicht. Insbesondere die Sea food Vorspeisen sind super. Es gibt große Mengen Scampi, eingelegte Heringe, diverse Fischsalate, Langusten und frischen wie auch geräucherten Lachs in rauhen Mengen. Dazu ein paar Hauptspeisen, die ich nicht so doll finde, aber dann wieder diverse gute Käsesorten mit Trauben, Schinken, Tomaten und Kräcker, sowie verschiedene Nachtische. Wein und Bier zum selber zapfen, ebenso Säfte und Wasser. Der Wein schmeckt gruselig, deswegen gönne ich mir ein Bier zum Wasser. Vor dem Schlafengehen (Seeluft macht müde) gehen wir aber nochmal an Deck, um dem wunderschönen Sonnenuntergang zuzusehen, der uns den wehmütigen Abschied ein wenig versüßt.

Wie die Nacht war und unsere Ankunft in Kiel erzähle ich euch morgen. Bis denne und gute Nacht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert