Waschbärblog?

Waschbärblog?

Moin moin liebe Mitleser, es war lange ruhig um mich und das hatte natürlich Gründe. Zum Einen gab es familiäre Angelegenheiten zu regeln, wir sind ja jetzt in dem Alter, wo unsere Eltern Unterstützung brauchen oder versterben.

Dann gibt es leider keine erfreulichen Neuigkeiten gesundheitlicher Art bei mir. Ein erneuter Krankenhausaufenthalt zur Diagnostik, ein paar Befunde stehen noch aus aber eins ist klar: meine Zeit der Bauchelldialyse neigt sich dem Ende zu. Eigentlich war meine große Hoffnung, daß die bis zur Transplantation laufen könne, bzw. in der Zeit dann ein Organangebot für mich rein kommt. Leider hat sich diese Hoffnung nicht erfüllt, nächste Woche wird bei mir ein Shunt angelegt. Dieser soll dann während des Urlaubs reifen und nach meinem Urlaub geht’s dann los mit der Umstellung auf die Hämodialyse. Ich hab‘ sowas von keinen Bock da drauf, aber leider ist das alternativlos und so werde ich mich damit arrangieren müssen. Wie wir dann unsere Reisen organisieren können, werden wir sehen und ausprobieren müssen. Naja, und weil die Hämodialyseleute sich selber Waschbären nennen (kommt von Blutwäsche), müsste ich dann überlegen, ob wir den Blog dann nicht treffenderweise „Waschbärblog“ nennen müssten. Wobei ich Beuteltiere ziemlich sympathisch finde. Was meint Ihr?

Jetzt bin ich jedenfalls so froh und dankbar, daß wir die Nordkaptour letztes Jahr durchgezogen haben. Da hatte mein guter Frank den richtigen Riecher, denn mit Hämodialyse wäre diese Reise so nicht durchführbar gewesen.

Nun werden die zweieinhalb Wochen bis zur Abfahrt unserer Sommerreise 2026 auch wieder spannend. Nächste Woche noch die OP, zwar Ambulant aber doch anstrengend und wie ich mit dem Handicap am Arm packen und den Georgie bestücken soll weiß ich jetzt noch nicht. Tausend Termine stehen noch an: 2 mal Zahnarzt, ein Podologe, ein Check im KFH, die Vorbesprechung zur OP, die OP selber, eine Impfung und zum Friseur muss man ja auch mal wieder. Übermorgen bekommt mein Sohn alle 4 Weisheitszähne gezogen und braucht dann zwei, drei Tage jemanden, der ihm Nahrung püriert….Strammes Programm, wenn man nicht so ganz fit ist. Kommt dann noch eine schlecht geschlafene Nacht dazu, kann es schon mal sein, daß ich am Tisch sitzend einschlafe, nach einer Stunde wach werde und mich wundere, warum ich nicht vom Stuhl gefallen bin…

Wo geht’s überhaupt hin? Ich hatte mir letztes Jahr für die Nordkaptour gewünscht (eher: zur Bedingung gemacht), daß wir im Jahr darauf im Sommer in den Süden fahren, damit ich endlich mal wieder im Meer baden kann. Und weil ich außerdem schon immer mal zur Lavendelblüte in die Provence wollte, war der Reiseplan schnell geschmiedet: erst in die Provence, dann noch eine Woche an die Côte d‘ Azur zum Baden und auf dem Rückweg über Lyon noch Franks Sohn besuchen, der dort seit letztem Jahr lebt. So weit der Plan.

Natürlich haben wir schon lange vorab wieder organisiert. Nämlich meine Materiallieferung auf den Campingplatz Olbia, wo wir 2023 schon einmal sehr schön gestanden haben. Den Platz haben wir für eine Woche reserviert und ein paar andere Plätze auf der Route ebenfalls. Starten werden wir die Tour dieses Mal mit einem Konzert unserer Lieblingsliveband in Wiesbaden und von da geht’s am nächsten Tag immer Richtung Süden 😎

Wir werden berichten….

Bald mehr für Euch von Frank und Anja

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